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Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten
Eine Handynummer lässt sich auf zwei Wegen unterdrückt übertragen. Für einen einzelnen Anruf reicht der Code #31# vor der Nummer. Dauerhaft geht es in den Telefon-Einstellungen, auf dem iPhone über „Meine Anrufer-ID senden“. Beim Empfänger erscheint dann „Unbekannt“ oder „Keine Anrufer-ID“. Bei Notrufen wird die Nummer trotzdem immer übertragen.
Das Wichtigste in Kürze
- #31# vor der Nummer unterdrückt einen einzelnen Anruf.
- Dauerhaft geht es über die Einstellungen des Smartphones.
- Werbeanrufe mit unterdrückter Nummer sind verboten.
- Das Bußgeld dafür beträgt bis zu 300.000 Euro.
Handynummer unterdrückt anrufen: die drei Wege
Wer anonym anrufen möchte, hat drei Möglichkeiten. Sie unterscheiden sich darin, wie lange die Unterdrückung gilt.
| Methode | Gilt für | Aufwand |
|---|---|---|
| #31# vor der Nummer | einen einzelnen Anruf | sehr gering |
| #31# im Kontakt speichern | alle Anrufe an diesen Kontakt | einmalig |
| Einstellung im Smartphone | alle ausgehenden Anrufe | einmalig |
| Auftrag beim Anbieter | den ganzen Anschluss | Anruf beim Kundenservice |
Kurzantwort: Für einen einzelnen Anruf #31# vor die Nummer setzen, zum Beispiel #31#0301234567. Für alle Anrufe die Anrufer-ID in den Einstellungen abschalten.
Nummer unterdrücken mit #31#
Der Code #31# ist ein Standard der Mobilfunknetze. Er funktioniert auf fast jedem Handy, egal ob iPhone oder Android. So geht es Schritt für Schritt.
- Schritt 1: Die Telefon-App öffnen und die Wähltastatur wählen.
- Schritt 2: Zuerst #31# eintippen.
- Schritt 3: Direkt dahinter die Zielnummer eingeben, ohne Leerzeichen.
- Schritt 4: Den grünen Hörer drücken.
Der Code lässt sich auch im Adressbuch speichern. Dazu einfach #31# vor die gespeicherte Nummer setzen. Dann geht jeder Anruf an diesen Kontakt ohne Rufnummer raus. Bei internationalen Nummern bleibt der Aufbau gleich, also #31# und danach die Nummer mit Ländervorwahl. Wie die deutsche Vorwahl aus dem Ausland lautet, erklärt der Beitrag zur Vorwahl für Deutschland am Handy.
Dauerhaft unterdrücken auf iPhone und Android
Auf dem iPhone liegt die Einstellung in der Telefon-App. Der Weg führt über Einstellungen, dann Telefon und „Meine Anrufer-ID senden“. Wird der Regler grau, überträgt das iPhone keine Nummer mehr. Fehlt der Menüpunkt oder lässt er sich nicht bedienen, sperrt der Mobilfunkanbieter die Funktion womöglich. Dann hilft der Kundenservice.
Bei Android-Geräten heißt die Option meist „Anrufer-ID anzeigen“ oder „Eigene Nummer anzeigen“. Sie steckt in den Einstellungen der Telefon-App, oft unter Zusatzdienste oder Anrufkonten. Der genaue Pfad hängt vom Hersteller ab. Zur Wahl stehen in der Regel drei Punkte: Netzwerkstandard, Nummer ausblenden und Nummer anzeigen.
Was der Angerufene sieht
Beim Empfänger erscheint statt der Nummer ein Hinweis wie „Unbekannt“, „Anonym“ oder „Keine Anrufer-ID“. Viele Menschen nehmen solche Anrufe nicht an. Manche Smartphones stummen sie sogar automatisch. Auf dem iPhone gibt es dafür die Funktion „Unbekannte Anrufer stummschalten“. Sie leitet Anrufe von Nummern, die nicht im Adressbuch stehen, direkt auf die Mailbox.
Wer oft unterdrückt anruft, erreicht deshalb weniger Menschen. Bei Ärzten, Behörden oder dem Arbeitgeber lohnt sich die sichtbare Nummer. Nur bei Notrufen spielt die Einstellung keine Rolle. Die Nummer wird an 110 und 112 immer übermittelt.
Werbeanrufe mit unterdrückter Nummer sind verboten
Für Unternehmen gelten strenge Regeln. Wer zu Werbezwecken anruft, darf die Rufnummer nicht unterdrücken. Das regelt Paragraf 15 Absatz 2 des Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetzes, kurz TDDDG. Laut Bundesnetzagentur droht dafür ein Bußgeld von bis zu 300.000 Euro. Vor Dezember 2021 lag die Grenze bei 10.000 Euro.
Auch die Werbung selbst braucht eine vorherige, ausdrückliche Einwilligung des Verbrauchers. Fehlt sie, kann die Behörde ebenfalls bis zu 300.000 Euro verhängen. Wer einen solchen Anruf erhält, meldet ihn über das Beschwerdeformular der Bundesnetzagentur. Hilfreich sind Datum, Uhrzeit, Firmenname und ein kurzes Gesprächsprotokoll.
Kurzantwort: Privatpersonen dürfen ihre Nummer unterdrücken. Werbeanrufe mit unterdrückter Nummer sind verboten und kosten bis zu 300.000 Euro Bußgeld.
Was tun gegen unterdrückte Anrufe?
Eine unterdrückte Nummer lässt sich auf dem eigenen Handy nicht sichtbar machen. Apps, die das versprechen, sind mit Vorsicht zu genießen. Diese Schritte helfen trotzdem.
- Nicht rangehen: Wer etwas Wichtiges will, spricht meist auf die Mailbox.
- Stummschalten: Die Funktion für unbekannte Anrufer nutzen.
- Anbieter fragen: Bei wiederholter Belästigung kann der Mobilfunkanbieter helfen, den Anrufer zu ermitteln.
- Anzeige erstatten: Bei Drohungen oder Stalking die Polizei einschalten.
Wann eine unterdrückte Nummer sinnvoll ist
Es gibt gute Gründe, die eigene Nummer zu verbergen. Wer bei Kleinanzeigen einen Verkäufer anruft, möchte seine Nummer oft nicht weitergeben. Auch bei einmaligen Anrufen bei Unbekannten schützt die Unterdrückung die Privatsphäre. Ärzte oder Therapeuten nutzen sie manchmal, wenn sie vom privaten Handy aus zurückrufen. Umgekehrt spricht vieles für die sichtbare Nummer im Alltag. Rückrufe klappen nur, wenn der Angerufene die Nummer kennt. Und viele Menschen gehen bei „Unbekannt“ gar nicht erst ran.
Fazit
Eine Handynummer ist schnell unterdrückt. Für einzelne Anrufe reicht #31#, für alle Anrufe die Einstellung im Smartphone. Viele Empfänger nehmen anonyme Anrufe allerdings nicht an. Unternehmen dürfen bei Werbeanrufen ihre Nummer nie verbergen. Wer belästigt wird, wendet sich an den Anbieter, die Bundesnetzagentur oder die Polizei.
FAQ – Häufige Fragen
Wie unterdrücke ich meine Handynummer für einen Anruf?
#31# vor die Zielnummer setzen und wählen. Die Nummer wird dann nicht übertragen.
Wie unterdrückt man die Nummer auf dem iPhone dauerhaft?
Über Einstellungen, Telefon und „Meine Anrufer-ID senden“. Den Regler ausschalten.
Funktioniert #31# auch bei Android?
Ja. Der Code ist ein Netzstandard und klappt auf nahezu allen Handys.
Was sieht der Empfänger bei unterdrückter Nummer?
Meist „Unbekannt“, „Anonym“ oder „Keine Anrufer-ID“.
Wird die Nummer beim Notruf unterdrückt?
Nein. Bei Anrufen an 110 und 112 wird die Nummer immer übertragen.
Ist Rufnummernunterdrückung erlaubt?
Für Privatpersonen ja. Bei Werbeanrufen ist sie verboten.
Wie hoch ist das Bußgeld für Werbeanrufe mit unterdrückter Nummer?
Bis zu 300.000 Euro laut Bundesnetzagentur.
Kann man eine unterdrückte Nummer herausfinden?
Nicht selbst. Bei Belästigung hilft der Mobilfunkanbieter oder die Polizei.
Warum lässt sich die Option auf dem Handy nicht einschalten?
Manche Anbieter sperren die Funktion. Dann hilft ein Anruf beim Kundenservice.
Kann man unterdrückte Anrufe blockieren?
Viele Smartphones können unbekannte Anrufer stummschalten. Sie landen dann auf der Mailbox.
- 01517: Welche Vorwahl ist das?
- Internationale Vorwahl von Deutschland
- Telefon-Vorwahlen in Deutschland
- Ländervorwahl von Deutschland
Quellen
Von Susanne Bork, Redaktion wissens-bote.de. Jede Erklaerung wird an Beispielen geprueft.
