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Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten
Für einen eigenen E-Scooter reicht in Deutschland ein Alter von 14 Jahren. Einen Führerschein oder eine Mofa-Prüfbescheinigung braucht niemand. Leihanbieter setzen in ihren eigenen Regeln meist ein höheres Mindestalter von 18 Jahren voraus.
Kurzantwort: Eigene E-Scooter dürfen ab 14 Jahren gefahren werden, ohne Führerschein. Geliehene Scooter der großen Anbieter sind wegen deren Geschäftsbedingungen erst ab 18 Jahren freigeschaltet.
Das Wichtigste in Kürze
- Mindestalter für einen eigenen E-Scooter: 14 Jahre
- Leih-Scooter der Verleiher: meist erst ab 18 Jahren
- Kein Führerschein und keine Prüfbescheinigung nötig
- Pflicht sind Versicherungskennzeichen und eine Betriebserlaubnis
Mindestalter für E-Scooter in Deutschland
Die Elektrokleinstfahrzeugeverordnung setzt das Mindestalter für E-Scooter auf 14 Jahre fest. Das gilt für Geräte, die im Straßenverkehr zugelassen sind und höchstens 20 Stundenkilometer erreichen. Jüngere Kinder dürfen mit einem E-Scooter nicht am öffentlichen Verkehr teilnehmen, auch nicht auf dem Gehweg. Ein Führerschein ist für diese Altersgruppe nicht vorgeschrieben, ebenso wenig eine Mofa-Prüfbescheinigung.
Eigener E-Scooter oder Leih-Scooter: Der Unterschied
Wer einen eigenen E-Scooter besitzt, darf ihn mit 14 Jahren fahren, sobald die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Bei Leihanbietern wie den bekannten Sharing-Diensten liegt die Sache anders. Diese Unternehmen verlangen in ihren Nutzungsbedingungen ein Mindestalter von 18 Jahren und eine Registrierung mit Kreditkarte oder Handynummer. Das ist keine gesetzliche Vorgabe. Es ist eine freiwillige Geschäftsentscheidung der Anbieter. Eltern sollten das bei der Planung eines eigenen Geräts für ihr Kind im Hinterkopf behalten.
Welche technischen Voraussetzungen ein E-Scooter erfüllen muss
Nicht jeder E-Scooter darf auf die Straße. Das Gerät braucht eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) oder eine Einzelbetriebserlaubnis. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 20 km/h, Lenk- oder Haltestange sind vorgeschrieben. Zwei voneinander unabhängige Bremsen, Licht vorne und hinten sowie Reflektoren gehören ebenfalls zur Pflichtausstattung. Ab 2027 sollen neue Modelle zusätzlich Blinker und getrennte Bremsen für Vorder- und Hinterrad besitzen.
| Merkmal | Vorgabe |
|---|---|
| Mindestalter eigener Scooter | 14 Jahre |
| Mindestalter Leih-Scooter | meist 18 Jahre |
| Höchstgeschwindigkeit | 20 km/h |
| Führerschein | nicht nötig |
| Versicherung | Pflicht, mit Kennzeichen |
Wo Jugendliche mit dem E-Scooter fahren dürfen
E-Scooter gehören auf Radwege, Radfahrstreifen oder Fahrradstraßen. Gibt es keinen Radweg, weicht man auf die Fahrbahn aus. Gehwege, Fußgängerzonen und Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung sind tabu. Wer trotzdem auf dem Gehweg fährt, riskiert ein Bußgeld zwischen 15 und 30 Euro. Für Kinder unter 14 Jahren bleibt nur das Laufen oder Fahrrad fahren, ein E-Scooter kommt gesetzlich nicht infrage.
Kurzantwort: Auf dem Gehweg ist Fahren verboten, erlaubt sind Radweg, Radfahrstreifen oder notfalls die Fahrbahn.
Bußgelder und Versicherung im Überblick
Ohne gültiges Versicherungskennzeichen drohen 40 Euro Bußgeld. Ein Rotlichtverstoß kostet zwischen 60 und 180 Euro und bringt einen Punkt in Flensburg. Zu zweit auf einem Gerät zu fahren, kostet 10 Euro, eine defekte Beleuchtung 20 Euro. Die Versicherung selbst schließen Eltern für ihr Kind ab, sie kostet je nach Anbieter zwischen 25 und 60 Euro im Jahr und muss jährlich erneuert werden.
Alkohol und E-Scooter: Diese Grenzen gelten
Für E-Scooter gelten dieselben Promillegrenzen wie für Autofahrer. Ab 0,5 Promille drohen ein Bußgeld von 500 Euro, zwei Punkte und ein einmonatiges Fahrverbot. Ab 1,1 Promille handelt es sich um eine Straftat. Für Fahranfänger unter 21 Jahren und für Führerscheinneulinge in der Probezeit gilt die Nullgrenze. Das betrifft praktisch alle Jugendlichen, die mit 14 Jahren einen E-Scooter fahren dürfen.
Was Eltern vor dem Kauf beachten sollten
Vor dem Kauf lohnt ein Blick auf die ABE-Nummer des Modells, sie steht meist auf einem Aufkleber am Trittbrett. Ohne diese Nummer bekommt der Scooter kein Versicherungskennzeichen und darf nicht fahren. Ein Helm ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, für Jugendliche aber dringend zu empfehlen. Reflektierende Kleidung und ein Blick auf die Bremsen vor jeder Fahrt erhöhen die Sicherheit zusätzlich. Sinnvoll ist außerdem eine kurze Probefahrt auf einem leeren Parkplatz, bevor es in den echten Straßenverkehr geht.
So funktioniert die Versicherung im Alltag
Das Versicherungskennzeichen für E-Scooter gilt jeweils für ein Jahr und wechselt zum 1. März die Farbe. Eltern kaufen es bei einer Kfz-Versicherung ihrer Wahl und kleben es hinten am Gerät fest. Ohne den Aufkleber gilt der E-Scooter als nicht versichert, selbst wenn er technisch einwandfrei ist. Bei einem Unfall zahlt die Haftpflicht dann Schäden an anderen Personen oder Fahrzeugen. Für Schäden am eigenen Scooter braucht es zusätzlich eine freiwillige Kaskoversicherung, die aber selten abgeschlossen wird.
Fazit
E-Scooter dürfen ab 14 Jahren gefahren werden, ohne Führerschein und ohne Prüfbescheinigung. Wer ein Gerät least oder ausleiht, stößt bei den großen Anbietern meist erst mit 18 Jahren auf grünes Licht. Entscheidend bleiben die Betriebserlaubnis, das Versicherungskennzeichen und die richtige Wahl des Fahrwegs. Wer diese Punkte beachtet, kommt sicher und ohne Bußgeld ans Ziel.
FAQ – Häufige Fragen
Ab welchem Alter darf man einen eigenen E-Scooter fahren?
Ab 14 Jahren, sofern das Gerät eine gültige Betriebserlaubnis und ein Versicherungskennzeichen hat.
Braucht man für einen E-Scooter einen Führerschein?
Nein, weder ein Führerschein noch eine Mofa-Prüfbescheinigung sind vorgeschrieben.
Warum verlangen Leihanbieter oft 18 Jahre?
Das ist eine freiwillige Regel der Unternehmen, meist wegen der nötigen Registrierung mit Zahlungsmittel.
Dürfen E-Scooter auf dem Gehweg fahren?
Nein, das ist verboten und kostet zwischen 15 und 30 Euro Bußgeld.
Welche Promillegrenze gilt beim E-Scooter fahren?
Für Erwachsene gelten 0,5 Promille als Grenze, für Fahranfänger unter 21 Jahren die Nullgrenze.
Was kostet die Versicherung für einen E-Scooter?
Je nach Anbieter liegen die Kosten zwischen etwa 25 und 60 Euro pro Jahr.
Ist ein Helm beim E-Scooter fahren Pflicht?
Nein, ein Helm ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, wird für Kinder und Jugendliche aber empfohlen.
Wie schnell dürfen E-Scooter fahren?
Zugelassene Modelle erreichen höchstens 20 Kilometer pro Stunde.
Was passiert bei fehlendem Versicherungskennzeichen?
Es drohen 40 Euro Bußgeld, zusätzlich haftet der Fahrer bei einem Unfall selbst.
Dürfen zwei Personen gemeinsam auf einem E-Scooter fahren?
Nein, das ist verboten und wird mit 10 Euro Bußgeld geahndet.
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Quellen
Nico Thalmann erklaert fuer wissens-bote.de Zusammenhaenge, ohne sie zu vereinfachen.






